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Die junge Ärztin Agnes d’Estrées meldete sich im Jahr 1991 in der psychiatrischen Praxis von Frau S. Der Anlass ist ein bevorstehendes Bewerbungsgespräch beim Chefarzt der gynäkologischen Abteilung des Provinzkrankenhauses in Blumenthal. Just in jener Abteilung, in der sich fünf Jahre zuvor ein Zwischenfall ereignet hatte, an dem sie nicht ganz unschuldig war.

1986 stellte der neue, gynäkologische Belegarzt Hermann Dobrowsky, vom weiblichen Personal und dem homosexuellen Verwalter geliebt, aber von seinen Kollegen gehasst, den trägen Spitalalltag durch seine rücksichtslose Art auf den Kopf. Mitten in diesem intriganten Geschehen machte die Unterassistentin Agnes ihre ersten beruflichen Erfahrungen. Sie erzählt der Psychiaterin die zurückliegenden Geschehnisse aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten: als gynäkologischer Chefarzt Dr. Koller, dem Oberarzt Lindemann, Assistenzarzt Egon d’Estrées, Physiotherapeutin Elfie, Hebamme Schwester Rosa, aber auch aus der Perspektive von Hermann Dobrowsky und aus ihrer eigenen.

 Die Psychiaterin Frau S., selbst mit ihrer Scheidung und Geldproblemen beschäftigt, welche sie in verschiedenen Casinos zu lösen versucht, vermutet bei Agnes eine multiple Persönlichkeitsstörung. Sie kann sich der Faszination der Geschichte jedoch nicht entziehen und solidarisiert sich zunehmend mit ihrer Patientin.

Auch kann Frau S. es nicht lassen, die intrigenreiche, rasante Geschichte aufzuschreiben. So entsteht ein Roman aus einem Krankenhaus, in dem jeder nach seinen eigenen Regeln spielt und versucht, die Kante des Teppichs nicht zu heben, unter den sie ihre Fehler und Intrigen gewischt haben.

 Ein Stück Literatur zum Schmunzeln, mit einer sympathischen Hauptfigur in einem Leben voller Missgeschicke, Fehltritte, absurder und brenzliger Situationen. Die Handlung fesselt und die Art, wie das „Problem Dobrowsky“ gelöst wird ist so ungewöhnlich wie logisch. Der Roman ist ein Hochgenuss für jeden, der schon einmal in einem  Krankenhaus gearbeitet hat oder medizinische Erfahrungen machen musste. 

Agnes hat einen einfachen Auftrag. Sie soll den unzufriedenen Patienten in die nächste Privatklinik begleiten. Dank dem Talent der jungen Ärztin, Katastrophen anzuziehen, bleibt die Ambulanz in einem Schneesturm stecken. Sie kommt von der nächtlichen Fahrt mit zwei Leichen, einem Verletzten, einem Koffer voll Geld und einem Schrumpfkopf zurück.

Agnes sucht Rat bei Frau S., ihrer Psychotherapeutin und beginnt zu erzählen, wie es zu dem Chaos gekommen ist. Allerdings muss sie dabei weit ausholen. In rasantem Tempo wird eine Geschichte aufgerollt mit Schauplätzen in der Westsahara und in Haiti. Agnes schlüpft in die Rollen der verschiedenen Hauptfiguren, die in der Erzählung vorkommen. Sie blüht dabei so sehr auf, dass die Psychotherapeutin sich wieder fragt, ob Agnes an einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet.

Frau S. ihrerseits hat ihre eigenen Probleme mit einer Hanfplantage in ihrer Wohnung und einem herum spukenden Ehemann, der sie buchstäblich in den Wahnsinn treibt. Doch am Ende gibt es für alles eine logische Erklärung. So logisch wie nur das Leben sein kann.

 

Der zweite Teil von Pischmisch Tavuk ist mitreissend geschrieben mit exotischen Schauplätzen, farbigen Charakterenund verbindet erstaunlichen Tiefgang mit sprühendem schwarzem Humor.